Erythema nodosum


Bei einem Erythema nodosum (auch Knotenrose genannt) hanelt es sich um eine akute Entzündung des Unterhautfettgewebes mit Beteiligung der Kapillarwände,

die mit einer Knötchenbildung einhergeht. Sie tritt an den Unterschenkelstreckseiten, am Knie und den Sprunggelenken, seltener an den Armen oder dem Gesäß auf und ist sehr schmerzhaft.

Kennzeichnend für das Erythema nodosum ist die Bildung von mehreren, unscharf begrenzten Flecken bzw. Knötchen unter der Haut. Diese sind leicht erhaben und durch die darunterliegende Entzündung sehr druck-empfindlich. Die Farbe variiert von einem rötlich-violetten bis hin zu einem gelblich-grünen Farbton, der durch Abbau von Hämoglobin entsteht. Begleitet wird das Erythema manchmal von einem allgemeinen Krankheitsgefühl und Fieber.


Das Erythema nodosum wird als eine allergische „Überreaktion“ (Typ III) der Haut angesehen, die im Zusammenhang mit Sarkoidose, Löfgren-Syndrom, verschiedenen Infektionen (Tuberkulose, Streptokokken, Yersinien, Chlamydien, Katzenkratzkrankheit oder Toxoplasmose), entzündlichen Darmerkrankungen

(Morbus Crohn, Enteritis, Colitis ulcero-sa), Morbus Behçet, Arzneimitteln (z. B. Sulfonamide) sowie dem rheumatischen Fieber auftritt.

 

Die Behandlung besteht in der Anwendung nicht-steroidaler Antiphlogistika, lokal mit Corticosteroiden sowie einem Kompressionsverband zur Schmerzlinderung.